Alle Veröffentlichungen in 'Erbrecht'

Kann mir der Pflichtteil entzogen werden?

Veröffentlicht am 2. November 2008 · Veröffentlicht in Erbrecht

Grundsätzlich kann der Pflichtteil nicht entzogen werden, es sein denn der Pflichtteilsberechtigte ist zugleich erbunwürdig. Die abschließend normierten Gründe für die Erbunwürdigkeit finden sich in § 2339 BGB und setzen ein sehr verwerfliches Verhalten des Erblassers voraus. So kann jemandem der Pflichtteil entzogen werden, der den Erblasser getötet hat, ihn

Wer erbt vorrangig, wenn kein Testament vorhanden ist?

Veröffentlicht am 2. November 2008 · Veröffentlicht in Erbrecht

Wenn kein Testament oder andere Verfügungen von Todes wegen vorhanden sind, tritt die gesetzliche Erbfolge ein, die ausführlich in den §§ 1922 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches geregelt ist. Erben des Verstorbenen sind seine Verwandten, wobei sich die Reihenfolge nach dem Verwandtschaftsgrad richtet, d.h. dass nähere Verwandte, wie z.B. Kinder oder

Vereinbarkeit der Pflichtteilsentziehungsgründe

Veröffentlicht am 2. November 2008 · Veröffentlicht in Erbrecht

Das Bundesverfassungsrecht entschied zum einen, dass das Pflichtteilsrecht zu der grundrechtlich verbürgten Garantie des Erbrechts gehört und zum anderem, dass die Pflichtteilsentziehungsgründe des ? 2333 Nr.1 und Nr.2 mit dem Grundgesetz vereinbar sind. BVerfG vom 19. April 2005 (Az.: 1 BvR 1644/00 und 1 BvR 188/03) Es ging hierbei um

Widerruf des Bezugrechts einer Lebensversicherung durch den Erben

Veröffentlicht am 2. November 2008 · Veröffentlicht in Erbrecht

Im Falle eines Widerrufs des Bezugsrechts einer Lebensversicherung durch die Erben können die diese nicht nur die gezahlten Prämien, sondern die gesamte Auszahlung der Versicherungssumme verlangen. OLG Hamm vom 3. Dezember 2004 (Az.: 20 U 132/04) Ein wirksamer Widerruf des Bezugsrechts durch die Erben ist nur dann möglich, wenn der

Erbschaftsausschlagung beim Sozialhilfeempfänger

Veröffentlicht am 2. November 2008 · Veröffentlicht in Erbrecht

Die Erbschaftsausschlagung eines Sozialhilfeempfängers ist nicht sittenwidrig LG Aachen vom 4. November 2004 (Az.: 7 T 99/04), abgedruckt in ZErb 2005, S. 1 Die Erbschaftsausschlagung des Sozialhilfeempfängers ist nicht sittenwidrig nach § 138 BGB, da die Ausschlagung mit „den Maßstäben und Prinzipien der Rechtsordnung im Einklang steht“. Davon kann ausgegangen