Veröffentlicht am 19. April 2010 · Veröffentlicht in Arbeitsrecht

Leiterin der Antidiskrimierungsstelle des Bundes (ADS) Christine Lüders, fordert einen anonymisierten Lebenslauf, aus welchem Name, Adresse und Geburtsdatum und Familienstand und auch kein Bild erkennbar seien sollen.

Im herangetragenen Fall hatte ein promovierter Naturwissenschaftler 230 Berwerbungen versendet und nur ein Vorstellungsgespräch erhalten. Ein Headhunter empfahl dem Bewerber schließlich, seinen Vornamen Ali in Alex zu ändern und den Nachnamen seiner Ehefrau anzunehmen. Dies könne man nach Ansicht Lüders im Jahre 2010 nicht mehr hinnehmen. Es könne nicht sein, dass Unternehmen gut ausgebildete Fachkräfte nicht einladen, nur weil diese nicht einen deutschen Namen haben. Firmen, die so auf Talente verzichten, schaden sich am Ende selbst.

In anderen Länder wie Frankreich, Schweden und der Schweiz sei man mit Modellversuchen der Frage schon ein wenig weiter. Wenn ein qualifizierter Bewerber mit angenehmer Ausstrahlung erst einmal vor einem Gremium sitze, verliert manch ein Vorurteil über einzelne Bevlkerungsgruppen seine Kraft. Ergebnisse einer von der ADS in Auftrag gegebenen Studie werden im Sommer erwartet.